VORTRAG IM RAHMEN DER 5. BAUKULTURTAGE REGENSBURG
“Transformation Sakralräume – Braucht es Räume für die Seele?”
am Montag den 13.04.26 um 19 Uhr im M26
Fachvortrag von Herrn Dipl.-Ing. Peter Brückner, Architekt und Stadtplaner
von Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth | Würzburg,
im Rahmen der 5. Baukulturtage zum Thema Sakralraumtransformation.
Transformation Sakralräume – Braucht es Räume für die Seele?
Brauchen wir Räume für die Seele? Orte der Stille, der Besinnung und der Gemeinschaft? In einer Zeit, in der viele Kirchen leer stehen, verkauft oder geschlossen werden, verlieren Städte häufig ihre Mitte – jene Orte, die weit mehr waren als nur Gebäude. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Bedeutung solche atmosphärischen Räume für Menschen heute haben und wie neue Orte entstehen können, die Verbindung, Sinn und Gemeinschaft stiften.
Die Zukunft der Kirchen bewegt, wie das volle M26 beim Vortragsabend eindrucksvoll vor Augen führte.
Peter Brückner zeigte in seinem inspirierenden Vortrag die besondere Herangehens- und Arbeitsweise des Büros Brückner & Brückner auf, um tragfähige Lösungen für die anspruchsvolle Bauaufgabe der Transformation von Sakralräumen zu entwickeln und umzusetzen. Beeindruckende Beispiele bereits realisierter Projekte belegen, mit welchem Einfühlungsvermögen, welcher Leidenschaft und Kreativität das Büro „Räume, die bewegen“ an zahlreichen Orten geschaffen hat.
Das Gehörte wurde von den Besuchern intensiv reflektiert; zugleich wurden Zukunftsperspektiven sakraler Räume im Allgemeinen sowie in Regensburg im Besonderen diskutiert. Die Ausstellung „Regensburger Sakralräume“ lieferte hierzu ebenso Hintergrundinformationen wie die Zwischenergebnisse des Forschungsprojekts Transara, das die Thematik bundesweit aus unterschiedlichen Perspektiven durch verschiedene Universitäten und Hochschulen untersucht, unter anderem an der Universität Regensburg mit dem Institut für Immobilienwirtschaft.
Ein besonderer Dank gilt zudem den Studierenden der OTH Regensburg, Marlene Degand und Luis Weiß, die ihr Konzept zur Transformation der St.-Barbara-Kirche in Maxhütte-Haidhof präsentierten. Die Arbeit entstand im Rahmen eines Entwurfsstudios unter Leitung von Prof. Anne Beer. Ausgangspunkt war die Fragestellung, wie sakrale Bauwerke angesichts gesellschaftlicher Veränderungen neue Rollen im städtischen und sozialen Gefüge übernehmen können.

